Liebe Esalen Massage Freunde und Practitioner,
nach Monaten des Baggerns, Bohrens und Bauens ist es endlich soweit:
Das Esalen Institut in Big Sur, Kalifornien, hat ein neues Herzstück “gezimmert”: das Hauptgebäude des Instituts, in dem Küche, Lodge, Büro und zwei Gruppenräume beheimatet sind, ist nun, wie ihr auf den Fotos sehen könnt, bestimmt das neue Traumhaus Aller, die hierher kommen!
Wir scharren schon mit den Füssen in Vorfreude darauf, nun bald im Obergeschoss Deep Bodywork® und Esalen Massage® unterrichten zu dürfen und “Movement Practice” auf der Terrasse mit atemberaubenden Meeresblick zu üben.

Huxley Esalen

(Computerbild der Architektur)

Gleichzeitg spüren wir beide etwas Wehmut beim Abschied von den geschichtsträchtigen Wänden des vorherigen Gebäudes. Hier haben Koryphäen wie Fritz Perls, Ida Rolf, Stan Grof, Allen Watts, Abraham Maslow und andere Pioniere der “Human Potential” Bewegung neue, damals alternative Ansätze der Körper- Geist-Verbindung ins Leben gerufen.

Im “Gebälk” der Gruppenräume hallt immer noch das Echo von Tausenden von Menschen wider, die mutig diese somatisch orientierten Pfade, jenseits der ausgetretenen akademischen Methoden der Psychoanalyse und Verhaltenstherapie, ganz persönlich erkundeten. Gleichzeitig wurden auch die ersten Esalen Massage LehrerInnen und Practitioner hier ausgebildet.
Aber auch unsere ganz persönliche Geschichte war von diesen alten, rustikalen Wänden umfangen. Vor über 25 Jahren ist sich dort in der Lodge unser Blick zum ersten Mal begegnet.
Johanna nennt Esalen gerne eine “karmische Waschmaschine”, da soviel Transformation und wesentliche Begegnungen dort geschehen. So hatten wir keinen blassen Schimmer, dass dieser “Augen-blick” der Auftakt unseres gemeinsamen Lebens und unserer beruflichen Vision war. Wer hätte gedacht, dass wir ein paar Jahre später selbst Körperarbeitskurse nebenan im, sagenumwobenen, Gruppenraum “Huxley” (nach Aldous Huxley benannt) unterrichten würden, in dem zu dem Zeitpunkt Perry’s siebenjährige Tochter Maya in den Kissen herum sprang?
Das neue “Huxley” ist also nun im zweiten Stock. Dort, wo im ehemaligen “Huxley” die Menschen auf dem, aus der Gestaltherapie bekannten, “hot seat” saßen, stehen jetzt die grossen Kochherde der funkelnagelneuen Küche.

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(Foto: Robin Liepman)

Perry hatte vor fast 40 Jahren in der alten Esalen Küche als Koch für die rund 200 Gäste bei lauter Rockmusik die Suppentöpfe gerührt und viele Arten der Körperarbeit studiert; Johanna begann als Work-scholar im Jahr 1989 und vertiefte sich in die Körperarbeit und Gestalt-therapie. Kaum zu glauben wie die Zeit fliegt:Derzeit erlebt nun unser 18 jähriger Sohn Nico, der gleich am Tag nach dem Abitur als Workscholar in Esalen begann, den Aufbruch einer neuen Ära aus ganz eigener Perspek- tive. Letzte Woche kam seine sms “Habe gerade 500 Zucchini zur Eröffnung der neuen Lodge geschnippelt.“
Tja, so ist diese Eröffnung ein historischer Moment und unvergesslich für uns alle auf verschiedenste Weise!
Wir freuen uns immer riesig, wenn wir einige von unseren europäischen StudentInnen auf dem Gelände sehen und in unseren Kursen begrüssen dürfen.
Solange aber vielleicht für die meisten von Euch der Zeitpunkt für eine solche Reise noch eine Weile in den Sternen steht, bringen wir die wunderbare Körperarbeit dieses Kraftplatzes zu Euch nach Deutschland.

Mit ganz herzlichen Grüssen
von Perry und Johanna

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